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Wyssmann โ€“ Mehr als nur ein Name

Fabian Wyssmann grรผndete die Agentur vor vier Jahren mit der Vision, Cleantech-Unternehmen und regionale KMU zu unterstรผtzen. Mit jahrelanger Erfahrung im Marketing und einer tiefen Leidenschaft fรผr langfristig orientiertes Unternehmertum bringt er nicht nur Fachwissen, sondern auch einen einzigartigen Pragmatismus und ein weitreichendes Netzwerk in die Zusammenarbeit ein. Sein Ziel ist es, sein Umfeld durch nachhaltige Innovationen und Geschรคftsmodelle positiv zu verรคndern.โ€จWyssmann und sein Team stehen daher nicht nur fรผr Qualitรคt, sondern fรผr ein Versprechen: Verlรคsslichkeit, Bodenstรคndigkeit und den unbedingten Willen, positive Verรคnderungen voranzutreiben. Unser innovativer und verantwortungsbewusster Ansatz ist der entscheidende Hebel, um Ihr Marketing zu transformieren und eine nachhaltige Zukunft zu fรถrdern.

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Google Consent Mode: Basic vs. Advanced โ€“ was Unternehmen wirklich wissen mรผssen

Der Google Consent Mode ist lรคngst kein โ€žNice-to-haveโ€œ mehr. Spรคtestens seit der Verschรคrfung der Datenschutzanforderungen (DSGVO, ePrivacy) und der Nutzung datengetriebener Werbealgorithmen stehen Unternehmen vor einem Zielkonflikt: Compliance vs. Performance.

In diesem Beitrag verdeutlichen wir,

  • wie sich Basic und Advanced Consent Mode technisch und strategisch unterscheiden,
  • welche Auswirkungen eine Nutzer-Ablehnung tatsรคchlich hat
  • und welche Implementierung sich fรผr welche Kundengrรถsse eignet.

Der Artikel dient sowohl der Dokumentation wie auch als Entscheidungsgrundlage โ€“ und zeigt gleichzeitig auf, wie wir bei Wyssmann LLC entsprechende Set-ups in der Praxis bewerten und umsetzen.

รœberblick: Basic vs. Advanced Consent Mode

Der Google Consent Mode steuert das Verhalten von Google-Tags (GA4, Google Ads) abhรคngig davon, ob ein Nutzer der Erhebung von Daten zustimmt oder nicht. Entscheidend ist dabei nicht nur, ob getrackt wird, sondern wie.

MerkmalBasic Consent ModeAdvanced Consent Mode
MechanismusTags werden blockiert, bis Consent vorliegtTags laden immer, passen aber ihr Verhalten an
Daten bei AblehnungVollstรคndiger DatenverlustAnonyme โ€žCookieless Pingsโ€œ
KI-ModellierungNicht mรถglichConversion- und Verhaltensmodellierung
EinsatzbereichKleine Projekte, maximale StrengePerformance-orientierte Setups

Kurz gesagt:
Basic Mode ist rechtlich maximal konservativ โ€“ aber analytisch blind.
Advanced Mode ist datenschutzkonform โ€“ aber deutlich nรคher an der Realitรคt.

Was passiert bei โ€žRejectโ€œ, respektive einer Ablehnung wirklich?

Basic Consent Mode

Lehnt ein Nutzer den Consent ab, wird praktisch gar nichts getrackt:

  • keine Seitenaufrufe
  • keine Events
  • keine Conversions
  • keine Traffic-Quellen

Fรผr Analytics und Google Ads entsteht eine Datenlรผcke. Jeder dieser Nutzer erscheint in den Statistiken schlicht nicht.

Advanced Consent Mode

Auch im Fall einer Ablehnung werden anonyme Signale an Google gesendet:

  • ohne Cookies
  • ohne Nutzeridentifikation
  • ohne Wiedererkennung รผber Seiten hinweg

Diese sogenannten Cookieless Pings ermรถglichen Google, verlorene Conversions mittels KI zu modellieren. In der Praxis lassen sich so bis zu ~65 % der verlorenen Conversions rekonstruieren โ€“ ein massiver Unterschied fรผr die Ermittlung des ROAS, das Smart Bidding und die Budgetsteuerung.

Tool-spezifische Implementierung

Bevor wir in die technischen Unterschiede zwischen Basic und Advanced Consent Mode gehen, lohnt sich ein kurzer Blick auf die beiden Consent-Lรถsungen, die wir bei Wyssmann LLC am hรคufigsten verwenden. Dabei handelt es sich um die Consent Management Plattform (CMP) namens CookieYes sowie das quelloffene Cookie-Consent-Widget von 68publishers.

CookieYes als vollwertige Consent Management Platform (CMP)

CookieYes ist eine umfassende CMP, die Unternehmen unterstรผtzt, Cookie-Einwilligungen rechtskonform einzuholen, zu verwalten und nachzuweisen. Damit deckt CookieYes nicht nur einfache Consent-Banner, sondern den gesamten Workflow von Consent-Erfassung รผber Speicherung bis zu Audit-Logs ab. Dies umfasst unter anderem:

  • automatische Cookie-Erkennung und Kategorisierung
  • vollstรคndig anpassbare Cookie-Banner mit granularen Einstellungsmรถglichkeiten
  • zentralisierte Consent-Protokolle als Nachweis fรผr Compliance
  • Integrationen mit Google Tag Manager und Google Consent Mode V2
  • Unterstรผtzung fรผr DSGVO, CCPA/CPRA und weitere Datenschutzgesetze weltweit

CookieYes ist daher ideal fรผr grรถssere Websites und performance-orientierte Set-ups geeignet, bei denen Consent nicht nur technisch benรถtigt wird, sondern auch rechtlich sauber dokumentiert und an externe Systeme (wie Google Tags) รผbermittelt werden soll.

Leichtgewichtiges Consent-Widget von 68publishers

Das cookie-consent-Widget von 68publishers ist eine Open-Source-Lรถsung, die eine einfache Consent-Interaktion im Browser umsetzt. Es handelt sich dabei um ein Frontend-Widget, das Consent-UI und Consent-Speicherung handhabt und รผber Konfigurationsoptionen steuert, welche Cookies und Skripte abhรคngig von der Auswahl des Users geladen werden. Technisch lรคsst sich das Widget beispielsweise so konfigurieren, dass:

  • ein Consent-Modal angezeigt wird,
  • Cookies auf Basis der Nutzerwahl aktiviert oder gelรถscht werden,
  • Events/Trigger (z. B. fรผr Google Analytics oder Google Ads) รผber Consent-Trigger ausgelรถst werden.

Diese Lรถsung ist leichtgewichtig und flexibel, aber nicht so umfassend wie eine vollwertige CMP wie CookieYes. Damit ist sie besonders fรผr kleinere Projekte oder Websites geeignet, bei denen zwar eine Consent-Erfassung erforderlich ist, aber kein administrativer und rechtlicher Aufwand erwรผnscht ist.

Unsere strategische Empfehlung

Unsere Faustregel bei Wyssmann LLC:

  1. Grรถssere Kunden und performance-orientierte Set-ups
    โ†’ Advanced Consent Mode
    โ†’ ausreichend Daten fรผr Smart Bidding und realistische ROAS-Berechnung
  2. Kleine Websites ohne Fokus auf die Nutzergewinnung mittels Performance Marketing
    โ†’ Basic Consent Mode
    โ†’ einfache, kosteneffiziente und konservative Lรถsung

Consent ist damit nicht nur eine juristische Frage โ€“ sondern eine strategische Entscheidung.

Technischer Check: Funktioniert es wirklich?

Die Live-View in Google Analytics (GA4) funktioniert ohne Consent nicht, da keine Cookies gesetzt werden. Grund: Ohne Cookies wรผrde jeder Seitenaufruf wie ein neuer Nutzer wirken und die Live-Daten folglich massiv verfรคlschen. Google verarbeitet diese Daten daher im Hintergrund fรผr die Behavioral Modeling Engine.

Modellierte Daten erscheinen erst nach rund 24โ€“48 Stunden in den regulรคren Reports โ€“ und auch nur, wenn genรผgend Traffic vorhanden ist (โ‰ˆ 1’000 Events pro Tag รผber mehrere Tage). Da Live-Views hier nicht helfen, prรผfen wir die Funktionalitรคt direkt im Browser:

  1. Seite im Inkognito-Fenster รถffnen (nicht zustimmen)
  2. Rechtsklick โ†’ Untersuchen
  3. Tab Network
  4. Nach collect? filtern
  5. Seite neu laden

Wenn GA4-Requests (v=2โ€ฆ) erscheinen, „feuern“ die Tags korrekt.

Im Payload prรผfen:

  • G100 โ†’ Tags feuern ohne Consent
  • G111 โ†’ volle Zustimmung

Fazit:
Keine Live-Daten in Google Analytics zu sehen bedeutet nicht, dass kein Tracking erfolgt.

Spezialfall: E-Commerce und Umsatz

Basic Mode (zum Verstรคndnis)

  • Nutzer lehnt ab โ†’ Tags feuern nicht
  • Google erfรคhrt nichts vom Kauf
  • Conversion Value: 0 CHF
  • Modellierung extrem ungenau

Advanced Mode (so lรคuft es wirklich)

Ein hรคufiges Missverstรคndnis:

Der Umsatz wird nicht modelliert โ€“ er wird real รผbermittelt.

Was passiert technisch bei einem Kauf ohne Consent?

  1. Der Tag feuert
  2. Der echte Conversion-Wert und die Wรคhrung werden รผbermittelt
  3. Es fehlen lediglich die Identitรคts-Cookies

Google weiss also:
โ€žEin Kauf รผber 120 CHF ist erfolgt โ€“ ich weiss nur nicht exakt, welchem Klick er zugeordnet wird.โ€œ

Modelliert wird damit nicht der Wert, sondern die Attribution.

Google Ads vs. GA4

Google Ads

  • Modellierung greift schnell
  • Conversions und Umsatz fliessen ins Bidding ein
  • ROAS wird deutlich realistischer

GA4

  • Modellierte Umsรคtze erscheinen oft erst bei genรผgend Traffic
  • Berichte kรถnnen verzรถgert oder unvollstรคndig wirken

In Google Ads optimierbar, in GA4 teilweise zeitverzรถgert sichtbar

Fazit

Der Google Consent Mode ist kein reines Compliance-Thema. Er entscheidet direkt รผber:

  • Datenqualitรคt
  • Algorithmus-Performance
  • ROAS
  • Marketing-Entscheidungen

Unsere Haltung ist somit klar: Wer Performance Marketing betreiben will, braucht den Advanced Consent Mode โ€“ korrekt implementiert und sauber dokumentiert. Wer auf maximal zurรผckhaltendes Tracking setzt, lebt bewusst mit Datenlรผcken.